Trauer um Günther Wadewitz

Das Präsidium des TTVSA erreichte die traurige Nachricht, dass Günther Wadewitz, Gründungsmitglied des TTVSA, im Alter von 96 Jahren verstorben ist.

Als am 07.10.1990 der Tischtennis Verband Sachsen-Anhalt gegründet wurde, war Günther Wadewitz der erste Schatzmeister.

Mit ihm verliert der TTVSA und auch sein Verein, der TuS „Fortschritt“ Haldensleben, einen der dienstältesten Tischtennis-Übungsleiter überhaupt.

In einem Beitrag der Volksstimme zu seinem 95. Geburtstag konnte man folgendes lesen:

„Er hat die Tischtennisszene in der Rolandstadt seit 1951 geprägt wie kein anderer.“

Schon von Kindesbeinen an war Günther Wadewitz sehr sportbegeistert – Leichtathletik, Fußball und Handball fielen ihm leicht und er durfte dort erste sportliche Erfolge erleben.

Faszination schnell gepackt

Wie wir heute wissen, sollte sich das sportliche „Schicksal“ von Günther Wadewitz im Jahre 1934 endgültig entscheiden, als er auf dem heimischen Esszimmertisch seine erste Trainingseinheit mit Zelluloidball und Holzschläger absolvierte. Von da an sollte ihn der Tischtennissport, die schnellste Rückschlagsportart der Welt, zeitlebens nicht mehr loslassen. Auch wenn Günther Wadewitz erst 1951 in die aktive Laufbahn einstieg. Eine Anstellung in der Zuckerfabrik Haldensleben hatte den damals 27-Jährigen in die Rolandstadt gelockt. Mit der Betriebsmannschaft der Zuckerfabrik, die damals als „Empor Haldensleben“ startete, sammelte Wadewitz erste echte Matchpraxis.

DDR-Titel als Trainer

Die Wettkämpfe fanden anfangs noch in Lagerhallen der Zuckerfabrik auf zuckerverklebten Fußböden statt, was der Freude am Tischtennissport aber keinen Abbruch tat. 1953 erlebte Günther Wadewitz dann die Geburtsstunde des heutigen TuS „Fortschritt“ Haldensleben, in dem er nicht nur aktiv Tischtennis spielt, sondern wo er viele Jahrzehnte auch die Position des Vorsitzenden inne hatte und bis heute als Trainer, vor allem im Nachwuchsbereich, tätig ist. Gern erinnert sich Günther Wadewitz an seinen größten Erfolg als Trainer, als er 1965 die Haldensleber Mädchenmannschaft zum DDR-Meistertitel führte.

Günther Wadewitz hat in seinem langen Tischtennis-Leben ehrenamtlich sage und schreibe etwa 800 Kinder und Jugendliche trainiert. Er verstand das Ehrenamt als „sich positiv in die Gemeinschaft einbringen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten“. Die Motivation für Günther Wadewitz war dabei stets, junge Menschen für den Sport zu begeistern und ihre Entwicklung mitzuerleben, oft bis in das Erwachsenenalter hinein, wo Wadewitz auch zahlreiche Kontakte zu ehemaligen Schützlingen unterhielt.

Erfolgreich auf allen Ebenen

Ihm  war es wichtig, Werte wie Gemeinschaft, Zielstrebigkeit, Trainingsfleiß, Disziplin, Respekt und Fairness weiterzugeben. Neben seiner Trainertätigkeit hat Günther Wadewitz in seinen bislang 68 aktiven Spieljahren auch als Spieler von der Kreisklasse bis zur Bezirksklasse alles gesehen. Die ganz großen Titel an der grünen „Platte“ heimste er im Jahr 2004 ein (1x Gold, 1x Silber bei den Norddeutschen Senioren-Meisterschaften sowie 2x Silber bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften).

So überrascht es nicht, dass wenn man Günther Wadewitz nach seinem Geheimnis für Fitness bis ins hohe Alter fragte, seine Antwortet lautete: „Viel Sport treiben!“. Dazu „täglich etwas Bewegung an der frischen Luft, nicht rauchen und wenig trinken“.

Haseloff verleiht Bundesverdienstkreuz

Wegen seiner ehrenamtlichen Verdienste erhielt Günther Wadewitz im Januar 2000 das „Rolandschwert“ der Stadt Haldensleben und im November 2004 eine Ehrengabe bei der Sport-Gala des Ohrekreises. Die bedeutendste Auszeichnung erlangte Günther Wadewitz 2015, als ihm in der Staatskanzlei in Magdeburg vom Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff das Bundesverdienstkreuz für seine ehrenamtlichen Verdienste verliehen wurde.“

Das Präsidium des TTVSA und alle ihm Verbundenen werden Günther Wadewitz stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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